PROST Anwendungen der WIN / ABWL

E-Government in Österreich
Stand von Theorie und Praxis

Lehrveranstaltungsnummer

246.556

Lehrveranstaltungstyp

Projektstudium, 6-stündig (4-stündig ABWL)

LVA-Leiter

Stefan Schiffer

Termin und Ort

Nach Übereinkunft

Vorbesprechung

Mo 8.3.04 15:00 Uhr, Raum MZ314A

Teilnahmevoraussetzungen

-

Anmeldung

KUSSS und Vorbesprechung.

WIN - alter Studienplan: gilt als 4-stündiges ABWL-Projektstudium oder 6-stündiges PROST WIN.

WIN - neuer Studienplan: gilt als 4-stündiges PROST WIN. 2 Stunden können als SE Seminar oder als LVA einer besonderen Wirtschaftsinformatik angerechnet werden.

Teilnehmerbeschränkung

15

 

FINAL REPORTS

Die Endberichte wurde zur Gänze von den Studierenden erstellt. Die darin angeführten Aussagen beruhen auf Literaturrecherchen, Erfahrungen bei der Durchführung von Fallstudien, Informationen aus Interviews und der persönlichen Meinung der Autoren. Eine  umfassende Evaluation des Themengebiets im Sinne einer wissenschaftlichen Studie wurde nicht durchgeführt.

Endbericht der Studierenden am Lehr- und Forschungszentrum Rottenmann (www.g-tec.ac.at)

Download: Endbericht E-Government Rottenmann.pdf (3,25 MB)
Download: Literatur Rottenmann (Ordner)

Endbericht der Studierenden am Institut für Wirtschaftsinformatik – Software-Engineering der Johannes Kepler-Universität-Linz (www.se.jku.at)

Download: Endbericht E-Government Linz.pdf (2,83 MB)
Download:
Literatur Linz (Ordner)

 

 

Themenstellung

 

E-Government ist ein hochaktuelles und kontrovers diskutiertes Thema der öffentlichen Verwaltung.

 

Die Stabsstelle für die IKT-Strategie des Bundes verkündet auf Ihren Web-Seiten zum Thema E-Government: „Der Übergang zur Wissensgesellschaft hat zu einer neuen Qualität der Beziehung zwischen BürgerInnen und öffentlicher Verwaltung geführt. Kundenorientiertheit, Effizienz, Geschwindigkeit und Transparenz gehören zu den neuen Merkmalen einer virtuellen Verwaltung. [...] Die öffentliche Verwaltung geht schrittweise dazu über, alle Verfahrensschritte (Transaktionen) vom Antrag bis zur Erledigung eines Anbringens online anzubieten. Formulare brauchen in Zukunft nicht mehr heruntergeladen zu werden, sondern können gleich am Bildschirm ausgefüllt, elektronisch signiert und abgesandt werden. Erledigungen der Verwaltung, Bescheide und sonstige Schriftstücke müssen nicht mehr auf dem Postweg zugestellt werden. Sofern gewünscht, kann die Zustellung elektronisch erfolgen.“ Die Linzer Firma Fabasoft, die staatliche Stellen im In- und Ausland mit E-Government-Software ausstattet, sucht als eines der wenigen IT-Unternehmen hierzulande auch in diesen für die IT-Branche eher mageren Jahren intensiv nach neuen Mitarbeitern. Eine Studie von Cap Gemini Ernst & Young bescheinigt Österreich den größten Fortschritt in Europa bei seinen E-Government-Aktivitäten.

 

Der Standard vom 10.11.03 ist sich hingegen nicht so sicher, ob die Kommunikation zwischen Bürgern und Verwaltung durch E-Government einfacher wird: „Nicht mehr und nicht weniger als die Öffnung des Internet für Behördenwege verheißt die vergangene Woche im Ministerrat beschlossene Regierungsvorlage zum E-Government-Gesetz. Unter Verwaltungsrechtlern wird diese vollmundige Ankündigung jedoch nur mit einem milden Lächeln quittiert. Ihre Sicherheitsanforderungen bedeuten sogar einen Rückschritt in der Praxis der elektronischen Verwaltung.[...] Die bisherige große Stärke des Verwaltungsverfahrensrechts: Verständlichkeit, Flexibilität und Offenheit für technische Neuerungen soll künftig einer technokratischen "Kartenlösung" Platz machen, wie sie schon in mehrfacher Hinsicht anderswo gescheitert ist.“

 

Wie steht es nun tatsächlich um E-Government in Österreich? Hält E-Government schon jetzt was es verspricht oder muss man sich noch gedulden, bis sich merkbare Verbesserungen gegenüber der bislang gängigen Verwaltungspraxis zeigen?

 

Im Projektstudium soll der Stand von Theorie und Praxis des E-Governments in Österreich erhoben, analysiert und dokumentiert werden. Anhand ausgewählter Fallbeispiele soll für einzelne Bereiche dargestellt werden, wie E-Government funktioniert und welche Stärken und Schwächen diese Lösungen aufweisen.

 

 

Vorgehensweise

 

 

1.       Zunächst wird gemeinsam die Aufgabenstellung analysiert, verfeinert und festgelegt, welche Bereiche näher betrachten werden.

 

2.       Für jeden Themenbereich wird ein Team gebildet.

 

3.       Die einzelnen Teams geben in Impulsreferaten einen Überblick zu ihrem Thema und erheben die in Österreich damit befassten Organisationen und verantwortlichen Personen.

 

4.       Jedes Team erstellt ein Fallbeispiel, sichtet Literatur und Medienberichte und führt mindestens drei Interviews mit Personen durch, die mit E-Government zu tun haben (Politiker, Beamte, Bürger, Techniker, Softwarehersteller usw.).

 

5.       Anhand des Fallbeispiels zeigen die Teams konkrete Anwendungen des E-Governments mit ihren derzeitigen Stärken und Schwächen und verifizieren die Aussagen der Interviewpartner.

 

6.       Die Ergebnisse werden in einer abschließenden Veranstaltung präsentiert, in einem Abschlussbericht dokumentiert und bei ausreichender Qualität im Internet veröffentlicht.

 

7 Gründe mitzumachen

   

 

1.       E-Government ist ein aktuelles und wichtiges Thema, zu dem man als Wirtschaftsinformatiker eine fundierte Meinung haben sollte.

 

2.       IT-Lösungen für E-Government sind ein Spezialgebiet, das zu kennen die Job-Chancen erhöhen kann.

 

3.       Es ist für jeden etwas dabei - für Teilnehmer mit technischem Interesse genauso so wie für solche mit wirtschaftlichem Schwerpunkt.

 

4.       Die Lehrveranstaltung findet in einem teamorientierten Umfeld mit großen Freiräumen für selbständiges Arbeiten statt.

 

5.       Das Projektstudium bildet eine gute Basis für weiterführende Diplomarbeiten, z.B. in Kooperation mit den Fabalabs an der Johannes Kepler Universität.

 

6.       Der Lehrveranstaltungsleiter ist als selbstständiger IT-Berater tätig und hat dadurch einen engen Praxisbezug.

 

7.       Das Projektstudium ist zwar nicht geschenkt, zahlt sich aber garantiert aus.

 

Online-Literaturauswahl

 

 

·          E-Government in Österreich: eine aktuelle Bestandsaufnahme
Thomas Ebner, 2004; http://www.monitortv.at          

 

·          eAustria - The Austrian View to approach e-Government
Reinhard Posch, 2003; http://europa.eu.int/ISPO/ida/jsps/dsp_showDocument.jsp?printerVersion=1&documentID=968

 

·          Chancen, Nutzen und Risken des E-Governments, Hearing im Verfassungsausschuss zum E-Government-Gesetz,
Parlamentskorrespondenz Nr. 39, 2004; http://www.parlament.gv.at/portal/page?_pageid=908,637326&_dad=portal&_schema=PORTAL
         

 

·          Bürger, Karte, Datenschutz
matrix - computer & neue medien, 22.2.2004; http://oe1.orf.at/programm/20040222223000.html